Trinkwassercheck auf Legionellen

Legionellen (Legionella) Gattung stäbchenförmiger Bakterien in der Familie der Legionellaceae. Sie sind im Wasser lebende gramnegative nicht sporenbildende Bakterien, die durch eine oder mehrere poleare oder subpolare Flagellen (Geißeln) beweglich sind.

So ist zumindest die Definition von Legionellen.

Legionellen, ein Thema, was immer wieder die Medien beschäftigt und einem bewußt werden läßt, wie (lebens-) wichtig entsprechende Untersuchungen sind.

Wir - Ihre Stadtwerke Willich - bieten unseren Kunden den Trinkwassercheck auf Legionellen an.

Darüber hinaus möchten wir Ihnen gerne noch nachstehende Informationen zur Thematik Legionellen zur Verfügung stellen.

Unser Serviceangebot für Sie

Als Vermieter oder Verwalter einer Wasserversorgungsanlage in Ihrem Objekt sind Sie für diese Aufgaben verantwortlich – wir unterstützen und beraten Sie dabei gern. 

Ihre Vorteile:

  • Alles aus einer Hand – Sie haben nur einen Ansprechpartner
  • Modulares Leistungsangebot – Sie haben die freie Wahl
  • Zuverlässige Überprüfung auf Legionellen – wenn notwendig inklusive Bekämpfung
  • Dokumentation

Wir beraten Sie fachkundig und kostenlos

Gern beraten wir Sie ausführlich über die Novellierung der Trinkwasserverordnung und deren Auswirkung für Sie – natürlich kostenlos. Unser Ansprechpartner:

Herr Becke - Laborleiter
Tel.: 02154 / 47 03 – 425
eMail: norbert.becke@wbm-stw.de

steht Ihnen für eine unverbindliche Beratung zur Verfügung. 

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Kostenübersicht

Für die Legionellenprüfung bieten wir Ihnen unterschiedliche Pakete an.
Kurzübersicht unserer Preisliste:

Starterpaket€ 420,00 brutto
Nachsorgepaket€ nach Aufwand
Bonuspaket 1€ 345,00 brutto
Bonuspaket 2€ 345,00 brutto
Zusätzliche Beprobung€   85,00 brutto
Extra Anfahrt€   85,00 brutto

 

Eine detaillierte Preisliste finden Sie hier: Preisliste (PDF)

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Lebensbedingungen / Vorkommen / Übertragung

Lebensbedingungen

  • Süß- und Salzwasser
  • Temperaturbereich 25-50 °C
  • Frischwassernachspeisung
  • lange Verweilzeit

Legionellen sind natürlich vorkommende Bakterien, die uns in jedem Badesee, in Wasserpfützen und in feuchter Erde begegnen, ohne für uns gefährlich zu werden. Zur Infektion mit Legionellen kommt es erst, wenn Legionellen in Wassertröpfchen (Aerosole) verpackt in die Lunge geraten. Deswegen gelten als Risikobereiche:

  • Duschen in Hotels, Krankenhäusern, Altenheimen, Schwimmbädern und anderen Sportanlagen
  • Whirlpools und andere Schwimmbäder mit sprudelnden Wasserattraktionen
  • Lüftungsanlagen mit Nasswäschern
  • Bereiche, in denen Wasser zu Kühl- und Befeuchtungszwecken versprüht wird.
  • Kühltürme

Übertragung durch Kontakt mit Leitungswasser möglich, wenn Legionellen in tiefen Lungenabschnitte gelangen. Nicht jeder Kontakt führt zur Gesundheitsgefährdung. Das Einatmen bakterienhaltigen Wassers als Aerosol (Aspiration bzw. Inhalation z.B. beim Duschen, bei Klimaanlagen, durch Rasensprenger oder in Whirlpools) kann zur Erkrankung führen. Das Trinken von legionellenhaltigem Wasser stellt für Personen mit intaktem Immunsystem keine Gesundheitsgefahr dar. Eine Übertragung von Legionellosen wird insbesondere mit folgenden technischen Systemen in Verbindung gebracht: Warmwasserversorgungen (z.B. in Wohnhäusern, Krankenhäusern, Heimen, Hotels), raumlufttechnische Anlagen (Klimaanlagen), Luftbefeuchter, Badebecken, insbesondere Warmsprudelbecken (Whirlpools), sowie sonstige Anlagen, die Wasser zu Wassertröpfchen zerstäuben.

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Legionellen sind Erreger einer Infektionskrankheit

Die Infektionsquellen für eine Legionellenerkrankung sind im technisch orientierten Umfeld des Menschen, insbesondere in Hausinstallationssystemen großer Gebäude mit zentraler Warmwasseraufbereitung zu finden.

  • Der Hauptinfektionsweg ist die Inhalation erregerhaltiger Aerosole. Auch die Aspiration von legionellenhaltigem Wasser kann zu Infektionen führen.
  • Die Krankheit tritt einmal als Pontiac- Fieber mit einer Inkubationszeit von ein bis zwei Tagen, dessen Verlauf meist als grippeähnlicher, fieberhafter Infekt, ohne Beteiligung innerer Organe, gekennzeichnet ist und zum anderen als "Legionnaires' Disease" auf.
  • Diese Legionellose hat eine Inkubationszeit von zwei bis zehn Tagen und zeigt im klinischen Befund eine schwer verlaufende atypische Pneumonie, mit möglichem Exitus.
  • Von jährlich etwa 500.000 in Deutschland ambulant erworbenen Pneumonien entfallen ca. 30.000 Fälle (6%) auf Legionellen (Schätzung des Kompetenznetzwerkes für ambulant erworbene Pneumonien, CAPNETZ, 2005). Nur etwa 450- 475 Legionellosen pro Jahr werden hingegen nach dem Infektionsschutzgesetz erfasst. In Bezug auf die Anzahl der Legionellosen in Deutschland liegt somit eine erhebliche Unterschätzung (Untererfassung) vor.
  • Die Zahl der Fälle von Pontiac-Fieber muss deutlich höher angesehen werden.

(Quelle: RKI, Epidemiologisches Bulletin 48/ 2005)

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Verpflichtende Legionellentestung

Die 2. Änderung der Trinkwasserverordnung (TrinkwV) fordert die jährliche Untersuchung von Trinkwasseranlagen bei öffentlich genutzten Gebäuden (Schulen, Krankenhäuser, Kindergärten usw.). Bei größeren Wohnhäuser mit einer zentralen Warmwassererzeugung und einem Warmwasserspeicher >400 Litern oder/und Rohrleitungen mit >3 Litern Inhalt zwischen Trinkwassererwärmer und Entnahmestellen hat die Untersuchung alle drei Jahre zu erfolgen. Eine Meldung der Trinkwasseranlage sowie negativer Befunde bei den Gesundheitsämtern wird nicht mehr gefordert.

Die Erstuntersuchung hat jedoch bis zum 31.12.2013 zu erfolgen.

Diese Überwachung ist verpflichtend. Wer die Untersuchung oder die Übermittlung der Untersuchungsberichte an das Gesundheitsamt unterlässt und/oder es versäumt, seine Mieter und Verbraucher über das Erreichen oder Überschreiten des „technischen Maßnahmenwertes“ von 100 Legionellen (KBE) pro 100 ml Trinkwasser zu unterrichten, begeht gemäß § 25 TrinkwV eine Ordnungswidrigkeit. Die Erstuntersuchung sowie die alle 3 Jahre geforderte Nachuntersuchung sollte an mindestens 3 Stellen erfolgen. Die Untersuchungsergebnisse müssen nach Abschluß der Analyse innerhalb von 14 Tagen, bei Erreichen des technischen Maßnahmewertes unverzüglich, dem zuständigen Gesundheitsamt gemeldet werden.

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Wen betrifft die Änderung der Trinkwasserverordnung vom 05.12.2012?

Trinkwasserverordnung 05.12.2012

Die geänderte Trinkwasserverordnung betrifft Eigentümer öffentlicher oder vermieteter Gebäude, in denen sich Großanlagen zur Trinkwassererwärmung befinden.

Eine gewerbliche Tätigkeit besteht dann, wenn zielgerichtet Trinkwasser im Rahmen einer selbstständigen, regelmäßigen und in Gewinnerzielungsabsicht ausgeübten Tätigkeit bereitgestellt wird. Hierzu zählen auch große Wohnhäuser (gewerblich genutzte Gebäude) z.B. Hausbesitzer, die eine Wohnung vermieten, Hotels, Ferienwohnungen, Gaststätten, Sporteinrichtungen.

Eine öffentliche Tätigkeit besteht, wenn die Trinkwasserbereitstellung für einen unbestimmten, wechselnden und nicht durch persönliche Beziehungen verbunden Personenkreis erfolgt (öffentlich genutzte Gebäude). Überwachung von öffentlichen Einrichtungen unterliegt grundsätzlich dem Gesundheitsamt.

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Abgrenzung Kleinanlage

Kleinanlagen sind alle Anlagen mit Speicher-Trinkwassererwärmern oder zentralen Durchfluss-Trinkwassererwärmern in:

  • Ein- und Zweifamilienhäusern, unabhängig vom Inhalt des Trinkwassererwärmers und dem Inhalt der Rohrleitung
  • Anlagen mit Trinkwassererwärmern mit einem Inhalt  Größer 400 l und einem Inhalt  Größer 3 l in jeder Rohrleitung zwischen dem Abgang Trinkwassererwärmer und Entnahmestelle. Dabei wird die eventuelle Zirkulationsleitung nicht berücksichtigt.

Hinweis: Die Anlagen, die als Kleinanlagen definiert sind, können nicht als Großanlagen gedeutet werden!

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Wer muss die Untersuchung durchführen?

Der Unternehmer oder Inhaber der Trinkwasserinstallation – das ist i.d.R. der Hauseigentümer bzw. die beauftragte Hausverwaltung – muss Warmwasser auf Legionellen untersuchen lassen, wenn

  • das Gebäude gewerblich oder öffentlich genutzt wird und
  • der Warmwasserspeicher im Haus mehr als 400 ltr., fasst oder
  • eine Rohrleitung zwischen Trinkwassererwärmer und Entnahmestelle mehr als 3 ltr. Wasser enthält.

Eine Untersuchung ist nicht erforderlich, wenn

  • es sich um ein Ein- oder Zweifamilienhaus handelt oder
  • wenn an die Warmwasseranlage keine Dusche oder ein aerosolerzeugendes Gerät angeschlossen ist.

=> d.h. z.B. Zweifamilienhaus mit 800 ltr. Speicher trifft die Verpflichtung nicht

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Wer darf die Untersuchung anbieten?

Die Untersuchung einschließlich der Probenahme unterliegt der TrinkwV 2001 §15(4) und darf nur von akkreditierten Untersuchungslaboratorien durchgeführt werden, die

1. die Vorgaben nach Anlage 5 einhält,

2. nach den allgemein anerkannten Regeln der Technik arbeitet,

3. über ein System der internen Qualitätssicherung verfügt,

4. sich mindestens einmal jährlich an externen Qualitätssicherungsprogrammen erfolgreich beteiligt,

5. über Personal verfügt, das für die entsprechenden Tätigkeiten hinreichend qualifiziert ist, und

6. durch eine nationale Akkreditierungsstelle eines Mitgliedstaates der Europäischen Union für Trinkwasseruntersuchungen akkreditiert ist.

Der Betreiber ist verpflichtet, alle Untersuchungsergebnisse unverzüglich schriftlich zu dokumentieren und 10 Jahre lang aufzubewahren.

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Die Probenahme als Teil der Untersuchung.

Die Probenahme erfolgt durch das Analyselabor oder externe Probenehmer die zugelassen sind, wenn bestimmte Voraussetzungen erfüllt sind (die Verantwortung liegt beim Analyselabor).

Voraussetzung für externe Probenehmer:

  1. Probenehmerschulung
  2. vom akkreditierten Analyselabor in das eigene Qualitätsmanagement aufgenommen
  3. vertragliche Regelung
  4. Arbeitsanweisung bezüglich Probenahme vom Labor
  5. Teilnahme an internen Schulungen und Audits

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Was kann man gegen Legionellen unternehmen?

Grundsätze der Legionellen Prophylaxe:

  • Stagnation des Wassers (in der Leitung stehendes Wasser) in einem Temperaturbereich von 25 – 50°C vermeiden.
  • Am Ausgang des Warmwasserbereiters, Temperatur von 60°C vorhalten. Warmwasserspeicher einmal am Tag über die Temperatur von 60°C erhitzen.
  • Wasser aus dem Wasserhahn sollte eine Temperatur von über 55°C & Kaltwasser unter 20°C haben.
  • Wasserleitungen isolieren, damit sie sich nicht gegenseitig aufwärmen. (1 x heiß + 1 x kalt = 2 x lauwarm)
  • Ebenfalls zu vermeiden ist, dass der maximale Wasserinhalt in Stichleitungen 3 ltr. nicht übersteigt. Gegebenfalls hilft der Einbau von Ringleitungen.

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Tipps zur Legionellen Prophylaxe

Trinkwassercheck:

  • Weit entfernte Entnahmestellen sollten dezentral mittels eines Durchlauferhitzers mit Warmwasser versorgt werden.
  • Ungenutzte Leitungen in der Trinkwasserinstallation sollten stillgelegt werden, da diese einen Rückzugsort für Legionellen bilden (Totleitungen).
  • Selten genutzte Leitungen sollten regelmäßig gespült werden. Ein Beispiel hierfür sind Duschen in Ferienwohnungen.
  • Beim Neu- oder Umbau sollte man die Wasserleitung nicht überdimensionieren, um unnötiges Abstehen des Wassers in der Leitung zu vermeiden.
  • Der Warmwasserbereiter sollte nicht überdimensioniert sein.
  • Die Hausinstallation sollte zudem nach den allgemein anerkannten Regeln der Technik hergestellt und betrieben werden (hierfür ist der Betreiber der Anlage verantwortlich).

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Ansprechpartner

Kundenservice

02154 4703-333

> Weitere Ansprechpartner

 

Störungs-/Notdienst

0800 8 101 102

rund um die Uhr  - gebührenfrei

 

Öffnungszeiten und Kontakt

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